Geschichte

Vor 27 Jahren haben sich Eduardo (aus Uruguay) und Birgit (aus der Schweiz) im Südburgenland niedergelassen.

Davor lebten sie sehr bescheiden in einem kleinen Dorf in Brasilien. Dort kam 1982 Quilla zur Welt.

Durch eine Reise zurück nach Europa ergab sich die Möglichkeit, den Traum von einem Bauernhof zu verwirklichen.

Der Plan in Südamerika zu leben wurde aufgegeben, um in dieser neuen Heimat eine Zukunft als Selbstversorger aufzubauen.

Ein knapp 200 Jahre altes Holzhaus, eine ehemalige Schule aus den Bergen in Tirol wurde abgebaut und am Hof originalgetreu wieder aufgebaut. Die umliegenden Flächen wurden durch mühsame Handarbeit biologisch bewirtschaftet.

Es wurde eine Gemeinschaft gegründet, die sich aus mehreren Familien zusammenstellte.

Man konzentrierte sich auf die Produktion von Ziegenkäse und hausgemachten Speisen.

Auch Kinderspielzeug und Schuhe aus natürlichen Materialien wurden hergestellt und auf verschiedenen Märkten verkauft.

Die Tierhaltung und der Anbau von biologischem Gemüse waren ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit. 1985 kam während einer sehr arbeitsintensiven und doch sehr kreativen Phase zur Welt.

Die Gemeinschaft löste sich auf und die Privatschule “Kinder am Dach” wurde im heutigen Seminarhaus gegründet. Die Eltern der Kinder betreuten die Volksschule 5 Jahre lang.

Nachdem man das Projekt auflöste, wurde 1994 das Seminarhaus in Betrieb genommen schon damals waren unsere Gäste sehr begeistert von der Verpflegung. Viele von Ihnen sind uns bis heute treu geblieben

Eduardo und Birgit organisierten verschiedenste Veranstaltungen. Darunter Benefizveranstaltungen für den Amazonas und seine Bewohner, für die Guarani – Indianer aus Südamerika und viele Kinderfeste. Es fanden auch viele Konzerte statt, unter anderem Seven Ages, Otto Lechner und Andi Schreiber.

Der Haarberghof etablierte sich als sozialer Treffpunkt. Ein Platz der Zusammenkunft, des kreativen Austausches und der Lebensfreude.

Im Laufe der Zeit entstanden zwei Bungalows aus Holz und eine aus Lehm, ein Biotop, ein Kinderspielplatz, ein großer Grillplatz sowie ein Kiosk.

Als 1999 Jamal, der jüngste Bruder zur Welt kam, waren Quilla und Ananda zwecks ihrer Ausbildung schon länger nicht mehr am Hof.

Der Haarberghof wurde immer bekannter und empfang laufend neue Gäste die verschiedensten Seminare, Trommel – Workshop, Tantra – Kurse, Theater -, Gesang -, und Tanz – Unterricht.

Da einige Umbauten für rollstuhlgerechten Urlaub vorgenommen wurden, konnte man nun auch verschiedene Vereine für Menschen mit Behinderungen empfangen.

2007 verstarb plötzlich und viel zu früh unser geliebter Eduardo.

In einer schwierigen Zeit, entschlossen wir uns einen Familienbetrieb zu gründen und gemeinsam das Projekt auszubauen.

Die Familie wuchs durch die Lebensgefährten von Quilla und Ananda, die nun auch aktiv am Haarberghof mitgestalten. Unsere Gemeinschaft ist sehr ausgewogen durch die verschiedenen Talente jedes Einzelnen.

Durch Jerome (Anandas Ehemann aus Südfrankreich) wurde unsere Küche provenzalisch beeinflusst und durch neue Rezepte bereichert.

Maanila (Quillas Ehefrau aus Rio) bringt ebenfalls neues brasilianisches Flair in unsere Gerichte, und übernimmt unter anderem die grafische Arbeit.

Quilla ist organisatorisch und handwerklich begabt und ist tatkräftig bei der Umsetzung der Pläne.

Ananda gestaltet liebevoll unseren Hof und übernimmt auch Teile der Organisation und Küche.

Birgits herzliches Wesen spürt man in all ihren Tätigkeiten. Durch ihre lange Erfahrung als Landwirtin ist sie uns ein großer Lehrer und liebste Mutter der Welt.

Jamal ist unsere neue kreative Kraft, und verblüfft uns immer wieder aufs Neue mit seiner Intelligenz und seinem Scharfsinn.

Wir glauben, dass wir als Bauern unsere Verantwortung nachkommen müssen und durch biologische Anbauweise und regionalem Austausch einen Beitrag für eine gesunde Zukunft leisten können.

Unsere Wurzeln liegen in Europa und Südamerika, als Teil einer planetaren Familie treten wir für unseren Lebensraum ein und heißen euch aus allen Teilen der Welt, herzlich willkommen.